schon seit drei Tagen und noch bis morgen oder so. Diesmal zieht Jana wieder nach Berlin.
Juni 20, 2009
Juni 18, 2009
Nich Sankt. Ich kenne ein paar … na ja wenige Leute, die sind Sankt Pauli Fans. Also FC Sank Pauli von 1910 e.V. zumindest.
Aber wir werden uns nun wirklich an ein paar andere Pauli-Fans gewöhnen müssen, wie es scheint. Frau Pauli jedenfalls will die Freie Union gründen. Eine neue Partei, weil wir ja noch nicht genug <5% Parteien haben. Okay, ich würde auch eine gründen. Themen fielen mir genug ein, deswegen wollte ich mir mal die Füllerin des medialen Sommerlochs ansehen.
Beim Lesen der Grundgedanken ihrer Parteigründung – derzeit auf der Startseite der Website – fiel mir zuerst meine Mitbewohnerin ein. Die behauptet öfter, sehr desillusioniert zu sein. Nu frag ich mich, ob das abfärbt. Weil das was Frau Pauli da schreibt, ein paar nette Betrachtungen über die Welt enthällt, auf einem Niveau, das meine Oma auch hingekriegt hätte. Also jedenfalls ist das Gelaber schon beachtlich, wenn man – nein frau – aus der CSU kommt. Aber dünn, zu dünn, um irgendwelche politische Relevanz zu haben.
Das System ändern wollen viele, von ganz rechts bis ganz links. Manche nennen es auch so. Vornehmlich die an den Rändern des Spektrums. Nu ist der Begriff in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Mit Frau Pauli, was für eine Karriere. Von der Mitarbeiterin eines explizit nicht genannten Abgeordneten im Bayrischen Landtag über das Zugpferd einer Nicht-Partei-sein-wollenden-Partei der Freien Wähler zur Systemänderin.
Das erste Mal hab ich abgeschaltet, als es um den Sozialneid ging. Das Aus für ihre Grundgedanken kam bei ihrem vulgärspychologischen Ansatz, zu erklären, warum die Jugend von heute so Scheiße drauf ist.
Nu muss man sicher noch abwarten, was die eigentliche Parteigründung bringt. Schließlich muss ja zur Bundestagswahl mindestens ein Wahlprogramm her. Wie lange Zeit haben sie noch … ?
Aber ich fürchte, wenn da nicht was grundlegend tiefergehendes drinsteht, dürfte das Projekt RB Leipzig für mehr Aufregung sorgen, so über die Jahre, als die Freie Wählerschaft der Christlich Sozialen Union. Ach ne, Frau Pauli. Ich war auch mal Politprofi. Und so Ausgründungen und Neugründungen und sowas hab ich zur Genüge erlebt. Und irgendwie kommt es mir so vor, als wären Sie gar nicht weit genug weg, nein lange genug aus der CSU verschwunden. Da fehlt was. Da fehlt das Setzen von Ideen, das Verarbeiten von Erfahrungen, die neue Qualität.
Was soll das werden? Die Lafontaine der CSU? Die Dittfurt der bürgerlichen Mitte? Die eine hat es nie geschafft, den Kaderstil ihrer politischen Ursprungsfamilie (das waren ja nicht die GRÜNEN) zu überwinden. Der andere hat … ach was weiß ich, was sein Trauma ist. Das Drama ist eher, das beide an sich selbst gescheitert sind. Und gute Projekte mitnehmen. Ich hab auf die Art auch schon geschafft, eine Partei existentiell zu gefährden. Ist länger her und kann heute cool betrachtet werden.
Ferdinand Schill, noch so ein mitreißender Selbstscheiterer, konnte wenigstens markig die Inhaltsleere überdecken. Wenn Gabriele Pauli jetzt aus ihrer Direktkandidatur ableitet, WählerInnen zu haben, will ich sehen, wie sie Deutschland zu ihrem, also _ihrem_, Wahlkreis machen will. Bei den kleinen Parteien reicht das Kleben von Köpfen nicht zum Wahlkampf. Zumal, wenn es sich dabei nicht nur um eine Null-Punkt-Partei (im Gegegsatz zu Ein-Punkt-Parteien) handelt, sondern auch um eine Ein-Kopf-Partei.
Jau und so denkt sich denn mein einer Kopf, der 1. FC Union ist doch grad in die zweite Liga aufgestiegen. Vielleicht sollte ich mal mit den paar Pauli Fans, die ich kenne, in die Wuhlheide fahren, wenn der FC St. Pauli in Berlin gastiert. Der andere Kopf schläft schon. ;)
P.S. Ich hätte ein paar mehr Links setzen können. Nur leider ist Janas Rechner huete Abend nicht mehr zurechnungsfähig.
Juni 18, 2009
Beim Kurz-vorm-Einschlafen-noch-runterkomm-Surfen wollte mich die Suchmaschine Hunch in den Urlaub schicken. Und zwar nach Kanada. In den Banff National Park. Scheint ´ne coole Gegend zu sein. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich grad mit der Kohle jongliere, wie noch nie, um irgendwie über die Runden zu kommen, nehme ich das Angebot nur mit einem entsprechenden Scheck an. Travellercheck wäre okay ;), wenn ich dafür auch das Flugticket kriege.
Juni 6, 2009
die volle Schreibblockade auf der ganzen Linie. Wenn ich mir überlege, dass ich früher mal vom Verfassen von Texten gelebt habe …
Genau genommen, ist das eine Art Kommunikationsblockade. Geht mir ja beim Reden grad etwas ähnlich. Nicht ganz so krass. Schon klar. Also ich kann schon noch mein Futter im Laden kaufen. Aber Teile meines Hirns sind da grad völlig zu.
Mai 30, 2009
ginge auch ohne Musik ;)
edit: Scheiße, das Ding will das Video nicht einbetten. Das hier meinte ich:
Mai 29, 2009
Mir ist heute ein alter Traum in die Hände gefallen (worden), den ich schon mal geblogt habe. Am 23. Februar 2006. Ich kopier das mal hier rein, irgendwas klingelt da grad.

Heldenhaft wie ich nun mal bin, stand ich mit blankem Schwert vor den 20 Hanseln – die anderen waren halt unbewaffnet, was ich gar nicht lustig fand.
„Wie von Geisterhand geschuppst“ viel mein Schwert dann fast auf die Erde, als die Gegner noch weit weg waren. Ich wusste, dass es die Magie von jemand gegenüber war und erkannte ihn auch. Ganz vorn, noch vor den Reihen der Orks und Co: der Tod. Obwohl noch mindestens 100 Meter entfernt, fragte ich ihn, warum er auf der Seite der Gegner ist. Seine Antwort: „Ich bin immer auf Seiten des Gegners.“
Ein kurzer Moment Logik sagte mir, dann müsste er auch bei uns sein. War er aber nicht. Irgendetwas stimmte hier nicht. Ich drehte mich um, die Wohnung war weg, die 20 Leute noch da. Hinter ihnen ebenfalls eine weite, etwas felsige Landschaft.
Nicht etwa zu unserem Schutz – mit uns hatte das alles plötzlich gar nichts mehr zu tun, wir standen einfach auf dem Schlachtfeld – kam von links hinter mir ein weiteres Heer wie ein langer Wurm anmarschiert. Bunt und in Begleitung seltsamer Wesen: die Muslime. Von rechts kamen noch welche: die Himmlischen Heerscharen!??!
Dann hatte mich die Katze endlich geweckt
Mai 29, 2009
do nothing again?
Heute ist zwar nicht der 07. Juni aber ich gleich Wahlzettel holen. Keine Ahnung, wo ich am 07. bin. Blöd nur, dass ich ein Problem habe – also ein Problem in Bezug auf Wahlen, ansonsten… Ich weiß nämlich nicht, welches Angebot ich annehmen will.
Ich habe einmal in meiner Existenz als Bundesossi eine Partei gewählt, die anschließend in Regierungsverantwortung war. Gilt für mich als Reinfall mit einem Getöse wie die Rheinfälle. Auch wenn ich sonst so Parteien gewählt hab, die in einem Parlament ankamen, war das immer mehr oder weniger so na ja. Glücklicherweise konnte ich nie überprüfen, was die Parteien im Parlament machen, die gar nicht erst reinkommen ;)
Und davon hab ich viele gewählt. Mein Rekord liegt bei unter 150 Stimme. War bei einer Landtagswahl in Brandenburg.
Alternativ könnte ich einfach den ganzen Zettel durchstreichen. Oder, wie zu DDR-Zeiten, das Ding einfach falten und einwerfen. Ich hab eh das Gefühl, dass sich die Bananenrepublik Deutschland in vielen Punkten der DDR sehr annähert.
Ich hab mir ein paar Wahlprogramme angesehen. Nu weiß ich, welche der Rentnerparteien, davon haben wir drei oder vier, eigentlich eher eine versteckte Nazipartei ist, welche Partei anlässlich einer Europawahl den Austritt Deutschlandsus der NAtO und in den Eintritt in die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (auch Warschauer Pakt 2.0) fordert.
So richtig weiter gekommen bin ich damit nicht und habe deshalb einen Wahlomaten gefragt. Diesmal sind immerhin 29 von 32 zur Wahl stehenden Parteien drin. Und obwohl einige der Themen auf die ich im Moment voll abfahre vom Wahlomat gar nicht abgefragt werden, kamen je nach Gewichtung der Antworten immer wieder drei Parteien in die engere Wahl, die ich vorher schon unter “könnte man wählen” abgelegt hatte.
Okay, in dieser Rubrik waren noch mehr. Aber überzeugt hat mich keine von denen wirklich. Das ist alles immer nur so halb. Und besser wurde es dann auch nach längerem Hingucken nicht. Akzeptable Inhalte aber völlig verstrahlte KandidatInnen, Einpunktparteien oder Leute, die sich nicht gegen den stellvertretenden FDP-Fuzzi vom Ortsverband um die Ecke durchsetzen können und sowas alles.
Och Mönsch. Und nu?
Zur Auswahl standen am Ende in alphabetischer Reihenfolge:
Die Violetten – für spirituelle Politik
Feministische Partei DIE FRAUEN
Meine gefühlten Präferenzen liegen im Moment bei den Piraten. Aber irgendwie ist das alles zu wenig. Ich weiß nicht. Das mit dem Grundeinkommen z.B. bei den Violetten wäre auch geil.
Weiß noch jemand etwas, das klar gegen eine der Parteien spricht, ich aber nicht weiß? Wenn schon das Einschlussverfahren nicht zu einem eindeutigen Resultat führt, vielleicht hilft ja da Ausschlussverfahren.
Mai 20, 2009
Meine Kenntnisse der kyrillischen Schrift funzen noch. Heute spielt im Endspiel des Fußball-Uefa-Cups ein ukrainischer Verein, den sie in der deutschen Presse alle Schachtjor nennen. Russisch wäre das auch richtig, also die lateinische Umschreibung des russischen Wortes. Nur iss mir vorhin in der Presse das Logo des Vereins aufgefallen. Und da steht … jetzt wieder in lateinische Schrift übersetzt … Schachtar. Was das korrekte ukrainische Wort ist.
Andererseits entnehme ich dem deutschsprachigen Wikipedia-Artikel, dass der Verein traditonell unter der aus der Sowjetunion stammende russischen Sprechweise bekannt ist. Im ukrainischen Wikipedia-Artikel ist dazu nichts gesagt, so dass ich mich frage warum für einen Verein aus dem Lamd A eine Name aus der Sprache B verwendet wird, obwohl wir uns im Land C befinden. Warum sagen sie dann in unserer Presse nicht einfach deutsch Bergarbeiter?
Na ja, bla laber sülz halt
Mai 20, 2009
… fällt mir wieder mal auf, warum meine Ornithologin mich für Teile der Welt – speziell was meine Beziehung zu bestimmten Behörden betrifft – aus dem Verkehr gezogen hat.
Mai 19, 2009
Also das hier hab ich grad noch in den unveröffentlichten Entwürfen gefunden. Iss reichlich spät, nu. Aber vielleicht interessiert es ja trotzdem noch jemanden:
Von Jana gefunden. Für alle Treckies und solche, die es früher mal waren, als es noch nicht so hieß. http://scifi.dragonfly.com/stp2/
Oder zum kurz mal reinsehen:
Mai 19, 2009
März 30, 2009
Götterse. Ich war gerade als Zuschauer in einem Strafprozess wegen Ladendiebstahl. Eine Freundin … keine von denen die meine StammleserInnenschaft so kennen könnte … soll aus einem Geschäft was geklaut haben.
Seltsam. Die Richterin war sich mit dem Staatsanwalt schon einig, dass sie schuldig ist, als der Detektiv seine Aussage machte. So zumindest mein Eindruck.
Und der Anwalt von S. hatte gleich gar keine Chance. Und zwar wegen eigener … Der hat die ganze Situation gar nicht begriffen, hat sie nicht mal vorher gefragt, ob sie wirklich was geklaut hat oder nicht, hat sich an einem Strohhalm festgehalten, den die relativ konfuse Frau ihm gegeben hat, der aber gar nicht relevant war. Albern, wirklich albern.
Und die Höhepunkte: während sich die Richterin zu Beratung mit sich zurückzog, meinte der Staatsanwalt zu ihm völlig berechtigt, er müsse ihm einen kollegialen Rat geben: Beim Plädoyer im Strafprozess steht man auf. Zudem belehrte ihn die Richterin in der Urteilsbegründung, dass ein Beweisantrag vorher schriftlich bei ihr einzureichen wäre und nicht während der Verhandlung mal eben zusammengestammelt werden kann.
Nu kann ich natürlich nicht behaupten, wenn ich Anwalt gewesen wäre, hätte ich gewonnen. Aber was der Detektiv da erzählt hat, wäre meines Erachtens leicht zu entkräften gewesen. Dafür soll sich die jetzt verurteilte Diebin intelligent genug angestellt haben. War ja nicht einfach in Tasche stecken und rausgehen angesagt.
Kassiert hat der Anwalt übrigens irgendwas um 260 Euro. Ich frag mich grad, ob man ihm das streitig machen kann.
Und warum stehen da oben jetzt drei Punkte hinter dem Wort “eigener”? Weil ich morgen den Namen vom Anwalt hier eintippen werde. Muss ich nur noch mal nachfragen.
März 26, 2009
Cool. Ich wollte eben für meine Mitbewohnerin einen Kontoauszug von der Deutschen Bank holen.
Die Frau wohnt laut Zettel jetzt offenbar in Leipzig.
“Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Selbstbedienungsservice. Um die Freischaltung zu veranlassen, wenden Sie sich bitte an unsere Experten im Investment- und FinanzCenter. …”
Eine kurze Netzrecherche belehrte mich, dass der Fehler wohl ein paar Mal aufgetreten ist. Ein Anruf sagte mir aber, dass das gar kein seltenes Phänomen sein muss, wenn von genau drei DB-Konten die ich persönlich kenne, zwei dieses Problem haben.
DatenAlarm IM InvestmentCenter, HerrAckermann?
März 26, 2009
Ich hab mich zurückgehalten. So richtig zurückgehalten, als ich neulich einen Brief als Entwurf für die Redaktion des Schlangengesang getippt hab. Der gehörte ich früher mal als Gründungsmitglied an, bin aber schon Jahre draußen, weil von wegen keine Zeit und so. Aber ich darf noch das Postfach für die Redaktion leeren, weil es vor allem mal meines ist.
Na ja und darin fand ich neulich einen per Einschreiben geschickten Brief eines ziemlich weit unten in der Hierarchie angesiedelten Kirchenfunktionärs. Nach telefonischer Aufforderung eines Redaktionsmitgliedes hab ich den Brief geöffnet und mich kugelig gelacht. Der Katholik, dessen Name, Dienststelle und Dienstrang der Redaktion vorliegen, betreibt aus Spaß an der Freude HeidInnenforschung. Zumindest behauptet er das. Und ein wenig kennt er sich auch aus. Aber eben nur ein wenig.
Ansonsten … ach lest selbst. Schlangengesang hat Brief und Antwort (die die Redaktion sogar noch entschärft hat) im Forum veröffentlich und im Rundbrief nur kurz drauf hingewiesen, weil das alles für das Blättchen zu viel gewesen wäre.
Zu finden hier: http://www.gemeinschaft-der-goettin.de/sgforum/viewtopic.php?t=107&sid=db5dc83f2d2cedafe469f894db5be97c
Ach ja, als Antworterin steht da auch “Jana”. Das liegt am Account. :) Vielleicht sollte das mal in “Redaktion” oder so geändert werden, wenn es denn von der Redaktion kommt.
März 18, 2009
Wie ließ Michelle Obama im Wahlkampf verlauten? Bei den Besuchen so vieler Wohnzimmer, hat sie viele neue Einrichtungsideen bekommen. Sollte wohl eine Art satirische Reaktion darauf sein, dass ihr das Wahlkampteam verboten hat, zu politisch, vor allem zu radikal, zu sein. Sowas wie bei mir hat sie aber sicher nicht gesehen.
Ob ich das im letzten Beitrag erwähnte Zelt hier nach der Aktion wieder verkaufe, weiß ich noch nicht. Klingt seltsam aber mir kam da echt eine Einrichtungsidee. Es passt knapp unter das Hochbett, das ich derzeit als Regalbenutze. Und es ist praktisch wie ein eigenes kleines Zimmer. Im Zimmer. Ich hätte auch in Zukunft zwei Verwendungsmöglichkeiten dafür.
Und mal ganz ehrlich: Es ist das absolute Billigzelt. Für eine Tour grad geeignet. Aber eben nur für eine. So´n Ding kann ich mir glatt doppelt leisten. Es gibt die Sorte sogar in zwei Farben.
Wenn ich den Rechner wie jetzt drin stehen lasse, hab ich einen abgeteilten Raum mit dem Gefühl von mehr Ruhe. Und als Schlafzimmer könnte ich mir das auch vorstellen. Ob die Matratze jetzt auf dem Boden, dem Hochbett oder eben im Zelt liegt, ist wurscht.
Das Zimmer hier ist groß genug, zwei Zelte nebeneinander zu stellen. Und wenn je alle Schrauben wieder auftauchen, hab ich auch ein zweites Hochbett zum drüber stellen. Das gleicht den Platzverlust wieder aus und man wird trotz der Zelte optisch nicht erschlagen.
Call me trendsetter.