Noch eine Sache, die in den letzten Tagen liegen geblieben ist. Ich würde sie hier nicht erzählen, wenn sie ein Einzelfall wäre. Aber einige Leute haben schon Ähnliches erlebt mit meiner Tochter. Von daher …
Ich hatte ihr neulich eine Geschichte erzählt. Das heißt, ich hab sie mit ihrem Spielzeug nach gespielt. Handelnde Personen waren eine kleine Holzfigur, die mal der Bienerich Willi (aus Biene Maja) war, als er noch alle Haare und einen Draht oben dran hatte und nicht zur Unkenntlichkeit bemalt war. :) Naira hat noch eine Katze, die im Prinzip genauso aussieht. Die beiden stellten zwei WissenschaftlerInnen dar. Außerdem spielte noch ein Krokodil mit, ganz viele ZoobesucherInnen (Hunde, Störche usw.), eine Kiste, die als Transportkäfig diente und Holzbausteine, die ein Krokodilgehege darstellten.
Die Geschichte die gespielt wurde, ist in angelehnt an eine echte Geschichte, die vor ein paar Jahren in Australien statt fand. Die beiden WissenschaftlerInnen spazierten an einem Fluss entlang, in dem es Krokodile gibt. Schön ausgeschmückt mit Unterhaltung und so. Dann hörte Kitsy (die Katze, nein die Wissenschaftlerin) etwas platschen. Ein Krokodil namens Eric. Während Willi gehen wollte, war Kitsy neugierig. Und tatsächlich wurden die beiden bald von einem Krokodil gejagt, das aber seltsamerweise viel langsamer war, als sie.
Als die beiden auf einer sicheren Höhe saßen, stellten sie fest, dass das Krokodil gar nicht richtig laufen konnte. Nach dem sie ihm darüber gesprochen hatten, wussten sie, dass es Hunger hatte aber nicht jagen konnte, weil es nämlich ein kaputtes Bein hatte. Darauf hin telefonierten Kitsy und Willi mit einem Zoo, der einen Transportkäfig brachte, der für das Krokodil viel zu klein war. Aber in dem Ding wurde es in den Zoo gebracht, weil es in freier Wildbahn nicht allein lebensfähig war. Dort wurde es dann zur Freude der BesucherInnen täglich mit Hühnchen gefüttert. So richtig mit Vorführung und so.
Wir haben die Geschichte vier mal hintereinander gespielt. Mehr und mehr natürlich mit Abwandlungen vor allem durch Naira. :)
Obwohl das schon drei Wochen her ist, gibt es immer noch ein Krokodil, das dauernd Hühnchen haben will.
Die Geschichte ist in etwa die Geschichte eines echten Krokodils. Eric, auch unter dem Namen, lebte im Australian Reptile Park in New South Wales. Ich hab ihn da vor mehr als zehn Jahren gesehen. Und auch seine Hühnchenfütterungen miterlebt. Er war mit mehr als sechs Metern für seine Art viel zu groß und hatte eine verletzte Pfote, weswegen er teilweise den Siedlungsbewohnern in Freiheit Stress machte, eben eingefangen und „stationär gepflegt“ wurde.
So, nu kommt´s. Nachdem wir die Geschichte vier mal durchgespielt haben, erweiterte Naira sie selbständig um eine Sequenz, die weder ich vorher erzählt hatte, noch die sie je vorher irgendwo gespielt hat. Nämlich, das Gehege ist abgebrannt und Eric musste irgendwo raufklettern. Naira ließ offen, ob das funktioniert hat oder nicht. Ich hab ihn dann klettern lassen. Ich frag mich eh, woher sie weiß, wie gefährlich Feuer ist. Aber gut.
Das Thema ist, ein paar Jahre nachdem ich in diesem Park in Australien war, ist das ganze Ding da tatsächlich komplett abgebrannt. Die meisten Tiere, darunter Schlangen und Spinnen zur Antidotagewinnung, Wombats, die letzte Schildkröte einer bestimmten Unterart usw. sind dabei gestorben. Eric hatte es überlebt.
Nu iss Zufall, wenn Gott inkognito unterwegs ist ;) Aber warum spielt das Kind genau das als Fortsetzung der Handlung? Zumal Mama und Oma Ähnliches auch schon berichtet haben. Wohl doch ein Kristallskind ;) Wenn man es fallen lässt, macht es klirr.